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Gründung

Im Januar 2019 verlor die Familie Meier ihren Sohn und Bruder David. David war 27 Jahre alt, hochintelligent, sensibel und tiefgründig. Er absolvierte die Matura, arbeitete im Bankwesen und befand sich parallel in einem weiterführenden Wirtschaftsstudium. Trotz dieser erfolgreichen Laufbahn stellte er immer wieder grundlegende Fragen an unsere Gesellschaft – nach Menschlichkeit, echtem Zuhören und dem Wert zwischenmenschlicher Beziehungen.

David litt über längere Zeit unter depressiven Phasen und befand sich in Behandlung. Dennoch entschied er sich schliesslich für den Weg aus dem Leben. Für seine Familie bedeutete dieser Moment einen tiefgreifenden Verlust. In einem persönlichen Abschiedstext, den sie später auf seinem Laptop fanden, formulierte David eindrückliche Gedanken: einander zu loben und anzuerkennen, zuzuhören, Brücken zu bauen statt Mauern und füreinander da zu sein.

Diese Worte, verbunden mit der grossen Trauer und der Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit, führten dazu, dass die Familie offen über Davids Suizid sprach und das gesellschaftliche Schweigen zu diesem Thema nicht länger hinnehmen wollte. Aus dieser Haltung entstand die gemeinnützige Stiftung David Meier – Brücke zum Leben.

Die Stiftung versteht sich als Suizidpräventionsstiftung. Sie möchte die Themen Lebensmüdigkeit, Suizidalität und Suizid – insbesondere bei jüngeren Menschen – sachlich, unaufgeregt und wirksam in die Öffentlichkeit tragen. Ihr Ziel ist es, präventiv und entstigmatisierend zu wirken, Leid zu lindern sowie Betroffene und Angehörige zu unterstützen.

Durch ihre Arbeit möchte die Stiftung dazu beitragen, dass Menschen in belastenden Lebenssituationen früher Unterstützung finden, dass Suizidalität enttabuisiert wird und dass Prävention langfristig gestärkt wird.