Jahresbericht 2025 / 2026
Die «Stiftung David Meier – Brücke zum Leben» wurde 2025 von der Familie Meier aus Vaduz gegründet. Hintergrund ist der tragische Freitod von David Meier im Jahr 2019, der damals 27-jährige Sohn bzw. Bruder der Gründerfamilie Meier. Die Stiftung setzt sich zum Ziel, Präventionsmassnahmen zur Vermeidung von Suizid zu fördern und durchzuführen, insbesondere bei jungen Menschen im Alter von bis zu 30 Jahren in Liechtenstein und der angrenzenden Region. Zudem bezweckt die Stiftung die Förderung des öffentlichen und politischen Dialogs zur Erreichung eines nachhaltigen gesellschaftlichen Bewusstseins über die Wichtigkeit der psychischen Gesundheit. Die Stiftung will finanzielle und ideelle Unterstützung für Projekte leisten, die psychische Gesundheit stärken, Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit leisten und helfen, Beratungs- und Hilfsangebote für suizidgefährdete Menschen und deren Angehörige bereitzustellen. Jeder Suizid, der verhindert werden kann – so ein Grundsatz der Stiftung – ist ein Erfolg!
Balsam für die Seele
Auftaktveranstaltung war das Benefizkonzert «Balsam für die Seele» mit Anita Hoffmann am 4. Dezember 2025 im Vaduzer Rathaussaal. Ein Beitrag über die Stiftung im Liechtensteiner Vaterland im Vorfeld des Konzerts am 27. November 2025 hatte eine enorme Wirkung und veranlasste viele Menschen, sich zu melden oder zu spenden. Der Anlass war schliesslich ein voller Erfolg. Sämtliche Karten waren ausverkauft und viele Besucherinnen und Besucher nutzten den Anlass, um grosszügig zu spenden.
Stiftungsrat
Der Stiftungsrat setzt sich zusammen aus den Familienmitgliedern Markus Meier (Präsident), Gabriel Meier (Vizepräsident), Irmgard Meier, Florian Büchel (JWT Treuhand AG) sowie aus den Fachexperten Alexandra Büchel-Gassner (Abteilungsleitung Kinder- und Jugenddienst, Amt für Soziale Dienste), Dr. René Kindli (Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin) und Dr. Marc Risch (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie). Auf der Website www.brueckezumleben.li wurden Ziele und Zweck der Stiftung öffentlich gemacht.
Projekte und Kontakte
Der Stiftungsrat nutzte das Jahr 2026 vor allem zur Abklärung, welche zielführenden Projekte sich eignen, den Stiftungszweck zu erfüllen. Dabei wurden Kontakte im In- und Ausland geknüpft. Seither befasst sich der Stiftungsrat intensiv damit, geeignete Projekte und Organisationen zu prüfen. Besonders wertvoll sind dabei die Meinungen der Stiftungsräte Alexandra Büchel-Gassner, Dr. René Kindli und Dr. Marc Risch, welche die Suizid-Problematik als Fachleute aus der Praxis kennen.
Von besonderer Bedeutung war ein Gespräch mit den Regierungsräten Daniel Oehry und Dr. Emanuel Schädler am 13. August 2026. Gegenstand der Sitzung war der Austausch über bestehende und geplante Massnahmen zur Suizidprävention in Liechtenstein. Im Zentrum standen insbesondere die Situation an Schulen und in Lehrbetrieben, niederschwellige Anlaufstellen, die Datengrundlage sowie mögliche Formen der Zusammenarbeit zwischen der Regierung, den zuständigen Amtsstellen und der «Stiftung David Meier - Brücke zum Leben». Das Gespräch verlief sehr positiv und es wurden klare Ziele formuliert.
Projekte und Anlässe
Anlässlich der LIHGA 2026 in Schaan verkaufte die Reinigungsfirma PURGATO Anstalt Lose. Die entsprechenden Einnahmen wurden vollumfänglich an unsere Stiftung überwiesen. Der LIHGA-Auftritt war für die Stiftung eine weitere Möglichkeit, den Bekanntheitsgrad vor einem breiteren Publikum zu erhöhen.
Am 22. Oktober 2026 steht das nächste Benefizkonzert «Balsam für die Seele» auf dem Programm, welches künftig nicht mehr vom Kulturverein TRIANGEL, sondern von der «Stiftung David Meier-Brücke zum Leben» organisiert wird. Dieses Jahr spielt die einheimische Formation «Out of time» (David Ospelt und Noemi Kalberer). Auch bei diesem Anlass wird der gesamte Erlös an die «Stiftung David Meier - Brücke zum Leben» fliessen.
Eine Massnahme, die wir mit aller Kraft vorantreiben möchten, ist, eine zentrale, niederschwellige Anlaufstelle für Suizidgefährdete oder deren Umfeld zu schaffen. Diesbezüglich sind wir in Kontakt mit bereits bestehenden Organisationen, an welche wir uns möglicherweise anhängen bzw. deren Strukturen adaptieren und auf unser Tätigkeitsfeld zuschneiden können.
Ausblick
Ein weiterer Anlass wird der Vortrag «Suizidprävention und Suizidalität bei Jugendlichen» mit PD Dr. Gregor Berger am 17. Februar 2027 im Vaduzer Rathaussaal sein. PD Dr. Berger: «Ein Kind, dass sich selbst verletzt, davon spricht nicht mehr leben zu wollen oder sogar versucht hat, sich das Leben zu nehmen, löst starke Sorgen und häufig auch viel Ohnmacht aus. An dieser Informationsveranstaltung erhalten Sie Informationen zum Thema Selbstverletzung und Suizidalität bei Kindern und Jugendlichen.»
Für den Stiftungsrat
Markus Meier, Präsident